Auskunft und Beratung rund um die Pflege 

In Deutschland lebten Ende 2019 rund 4,1 Millionen Menschen, die pflegebedürftig waren. 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Die Mehrzahl davon wird überwiegend von Angehörigen gepflegt. Von den 4,8 Millionen Menschen, die zu Hause jemanden pflegen, ist mehr als die Hälfte erwerbstätig, 70 Prozent davon sind Frauen.

Wir hatten bereits über die Möglichkeit, Pflegezeit und Familienpflegezeit zu beantragen berichtet, zuletzt mit unserem Beitrag: https://www.mi-care.de/blog/archives/104-So-lassen-sich-Berufstaetigkeit-und-Pflege-miteinander-vereinbaren.html

Im Rahmen der letzten Corona-Schutzverordnung hatte der Gesetzgeber beschlossen, dass die Sonderregelungen zur erleichterten Beantragung einer Familien-/Pflegezeit für 24 Monate weiter bestehen sollen, um pflegenden Angehörige, die während der Pandemie das Pflegesystem entlasteten, auch Planungssicherheit für die Zeit danach zu geben. Die Details finden Sie in unseren oben verlinkten Beiträgen. Manchmal bleiben Fragen oder der ebenfalls von den Auswirkungen der Pandemie gebeutelte Arbeitgeber zieht nicht so mit, wie der Gesetzgeber das vorgesehen hat oder wir uns das vorstellen. Doch dann sind wir nicht alleine, sondern können uns an das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wenden, das kompetente Beratung zur Verfügung stellt.

„Das Angebot des Pflegetelefons richtet sich an Pflegebedürftige, pflegende Angehörige, Dienstleister im Pflegesektor sowie an die Arbeitgeber und das Umfeld von pflegenden Angehörigen. Es bietet fachliche Informationen zu allen Leistungsansprüchen und Unterstützungsmöglichkeiten im Pflegekontext. Des Weiteren bietet es Beratung und Hilfestellung insbesondere für Angehörige in kritischen oder belastenden Situationen an.
Die Beratungsgespräche sind anonym und vertraulich. Das Pflegetelefon ist von Montag bis Donnerstag zwischen 9:00 Uhr und 18:00 Uhr unter der Rufnummer 030 20179131 und per E-Mail an info@wege-zur-pflege.de zu erreichen. Zudem werden pflegende Angehörige über das Serviceportal "Wege zur Pflege" mit bedarfsspezifischen Informationen versorgt.“

 

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