Die Deutsche Stiftung Patientenschutz ist eine vom Malteserorden gegründete Stiftung, die sich als Interessenvertretung für Schwerstkranke, Pflegebedürftige und Sterbende versteht. Sie bietet Betroffenen und Angehörigen Informationen und Beratungsleistungen und versucht, Einfluss auf Politik, Krankenkassen und Leistungserbringer zu nehmen, um das Gesundheitswesen im Interesse der Pflegebedürftigen und Sterbenden zu verbessern.

Unter Überschriften wie

„Umfrage: Große Mehrheit möchte nicht ins Heim“

(stern.de https://www.stern.de/politik/deutschland/pflege--umfrage--grosse-mehrheit-moechte-nicht-ins-heim--32692596.html )

oder

“Lieber tot als Pflegeheim": Große Mehrheit möchte nicht ins Heim“

(n-tv https://www.n-tv.de/der_tag/Der-Tag-am-04-September-2022-article23565698.html)

kursiert das Ergebnis einer von der Stiftung durchgeführten Umfrage durch den deutschen Blätterwald.

Traurig, aber wahr – und für manchen nicht völlig überraschend – lautet der Tenor der Umfrage:

Nur 9 Prozent der Betroffenen wünscht eine Pflege in einem Pflegeheim.
89 Prozent der Befragten wollen im Falle einer Pflegebedürftigkeit lieber zuhause gepflegt werden, von Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst.

In einer zweiten Befragung der Stiftung wurde erhoben, ob Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung, die eine Pflege daheim unmöglich macht, in ein Pflegeheim gehen würden oder lieber versuchen würden, begleitende Suizidbeihilfe zu bekommen. Von  den Befragten entschieden sich

30 % für die Sterbehilfe,

54 % würden sich für die Pflege im Heim entscheiden,

16% machten keine Angaben oder entschieden sich für „weiß nicht“.

Der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, macht der Politik daher Vorwürfe: „Die Entscheidung, lieber tot als Pflegeheim, muss ein Weckruf für die Bundesregierung sein. Die Altenpflege hat endlich zukunftssicher, generationsgerecht und Würde wahrend umgebaut zu werden. Doch bisher herrschen hier Mangelverwaltung und politische Ignoranz."

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