Während 'Team Wallraff' über die Zustände in deutschen Pflegeheimen (unter anderem hier: https://www.rtl.de/cms/nach-team-wallraff-reportage-pflegeheim-alloheim-reagiert-auf-enthuellungen-4993630.html) berichtet, macht die 'Frankfurter Rundschau' darauf aufmerksam, dass uns ein ziemlich katastrophaler Corona-Herbst bevorstehen könnte. 20–30 % des Pflegepersonals fallen erkrankungsbedingt aus und ein guter Teil der geplanten Operationen muss daher wieder verschoben werden. Das schon seit einigen Jahren in der Pflege schamhaft genuschelte „außer sicher, sauber, satt können wir nichts garantieren“ scheint nun also auch nicht mehr zu gelten.

Ein weiteres Indiz zeigt sich in NRW:
Dort sieht sich das Pflegepersonal der nordrhein-westfälischen Unikliniken seit drei Monaten gezwungen, „für bessere Arbeitsbedingungen“ zu streiken, die sich positiv auf die Pflegequalität der Patienten auswirken würden. Wir erinnern an unseren Beitrag vom 29.6.22, in dem wir auf neue Wege in der Personalbeschaffung [Link] aufmerksam machten. Nach unserem Verständnis geht das anders: durch Einstellung von Personal, das zur Leitungserbringung motiviert ist, statt zum Streik.

Ob das Pflegepersonal im Emsland auch streiken würde?
Wir fragen uns: Wie lange will sich der Arbeitgeber noch weigern, positiven Impulsen zu folgen und eine zwingende Notwendigkeit zu erkennen? Hat uns etwa der Hitzschlag schon vor der Hitzewelle erreicht?

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